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Superfood Kokosnuss – ist die Nuss wirklich so gesund?

Superfood Kokosnuss - ist die Nuss wirklich so gesund

Superfood Kokosnuss

Gäbe es keine Hipster, wäre der Grünkohl einfach nur ein leckeres Gemüse, das im Winter auf den Tisch kommt. Hipster haben das Gemüse jetzt aber zum Superfood erklärt und bescheinigen ihm besondere Fähigkeiten. Die hat der Grünkohl aber leider nicht, er ist zwar gesund, aber eben nicht mehr oder weniger als andere Gemüsesorten auch. Superfood Kokosnuss – hier stellen sich viele ebenfalls die Frage, wie gesund die Frucht der Kokospalme wirklich ist. Wahre Wunder gibt es vom Superfood Kokosnuss zu berichten, aber was ist wirklich dran?


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Eine neue Massenbewegung

Immer wenn es um ein neues Superfood geht, dann bildet sich auch eine Massenbewegung, bedingt durch die sozialen Netzwerke. Das ist auch beim Superfood Kokosnuss der Fall. Immer mehr Menschen schwören auf die guten Eigenschaften von Kokosmilch und Kokoswasser, dem Fruchtfleisch der Kokosnuss und dem Kokoszucker. Die Kokosnuss macht Karriere als Bratfett, in der Kosmetik und als Softdrink, sie ist ein Superfood und gilt gleichzeitig als ein Allheilmittel. Gesundheitsexperten sprechen schon von einer „Kokosnussisierung“, da die Nuss mittlerweile in allen Bereichen des täglichen Lebens zu finden ist. Als Haaröl, Hautbalsam, isotonisches Getränk, als Ersatz für Sahne und Milch, als Diätprodukt und ein Spray gegen Mücken sowie ein Mittel, um Ohrenschmalz zu entfernen. Es gibt offenbar nichts, was die Kokosnuss nicht kann.

Echt vegan und schön exotisch

Was macht die Inhaltsstoffe aus der Kokosnuss eigentlich so attraktiv? Sie versprechen eine Süße ohne Reue und was vielleicht noch besser ist, eine gesunde Süße. Als Fett gilt die Kokosnuss als sehr bekömmlich und das, was die Kokosnuss bietet, ist immer echt vegan. Zum anderen schmeckt der Inhalt der Kokosnuss herrlich exotisch und nach einem Urlaub unter Palmen. Das ist jedoch nicht alles, was aus der Kokosnuss ein Superfood macht. Aber kann die Kokosnuss die Welt tatsächlich besser machen? Viele Ernährungswissenschaftler haben da sehr große Zweifel. Sie sind der Ansicht, dass Menschen immer auf der verzweifelten Suche nach einer universellen Lösung sind. Bestimmte Lebensmittel sind deshalb einfach nicht nur Lebensmittel, sie werden zu Heilmitteln stilisiert.

Wie entstehen Foodtrends?

Kokosnüsse sind gesund, daran besteht kein Zweifel, aber sind sie wirklich so außergewöhnlich? Sie sind vielmehr das Opfer eines Foodtrends, der immer dann entsteht, wenn es um ein Produkt herum nette Geschichten gibt. Das ist bei allen Produkten, die aus fernen Ländern kommen, natürlich sehr einfach. Da ist von Naturvölkern die Rede, die sich von dieser Frucht ernähren, die angeblich keine Probleme mit dem Herzen oder dem Kreislauf haben und auch Diabetes nicht kennen. Die Menschen, die diesen Naturvölkern angehören, sind immer gesund, sie bleiben jung und fit. Das alles sind Geschichten, die eher selten der Wahrheit entsprechen, denn auch diese Menschen werden krank und unsterblich ist man dort auch nicht. Allerdings heißt das nicht, dass Kokosnüssen ungesund sind, sie haben einige Vorteile für die Gesundheit.

Die positiven Eigenschaften

Kokosfett enthält sehr viel Laurinsäure, eine Art von Fett, die sehr gut verdaulich ist und die bei Problemen mit der Haut antibakteriell wirkt. Die Kokosmilch, ein Brei aus Wasser und Fruchtfleisch, schätzen Veganer als Ersatz für Sahne. Diese Milch ist ideal für alle, die abnehmen wollen, denn sie enthält ein Drittel weniger Kalorien als echte Sahne. Aber eine Kokosnuss besteht nicht nur aus Fett, im Inneren der Steinfrucht befindet sich eine etwas trübe und süße Flüssigkeit: das Kokoswasser. Dieses Wasser ist aktuell das Getränk ohne Alkohol mit der höchsten Wachstumsrate. In großen Unternehmen, die Kokoswasser als Superfood vermarkten, knacken Maschinen jeden Tag mehr als eine Million Kokosnüsse. Stars wie Rihanna werben für Kokoswasser und machen das Wasser so zu einem Verkaufsschlager. Kokoswasser ist gesund, es enthält viel Kalium, wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Diese Vorteile für die Gesundheit gelten jedoch nur, wenn die Kokosnuss unbehandelt ist. Leider ist das Wasser, das in den meisten Supermärkten angeboten wird, bei der Herstellung schon pasteurisiert und damit erhitzt worden. Auf diese Weise gehen viele Nährstoffe verloren, zum Superfood reicht es da nicht mehr.

Es geht auch anders

Damit aus der Kokosnuss ein echtes Superfood wird, muss sie unbehandelt sein. Das Erhitzen macht das Kokoswasser lange haltbar, auch ohne den Vorgang des Pasteurisierens. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit, das Kokoswasser im Herkunftsland abzufüllen, danach wird es schockgefroren und anschließend nach Deutschland transportiert. Anschließend wird das Wasser wieder aufgetaut und ist dann für 60 Tage haltbar. Der Vorteil an dieser Methode ist, dass einerseits noch alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind, zum anderen hat das Kokoswasser noch seinen echten, exotischen Geschmack. Bio-Kokoswasser lässt sich schnell erkennen. Wenn sich das Wasser der Kokosnuss unter Lichteinstrahlung und beim Kontakt mit Sauerstoff pink färbt, ist es Bio. Verfärbt es sich nicht, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass es entweder zu stark erhitzt oder mit Zitronensäure behandelt wurde. In beiden Fällen sind dann die Nährstoffe vollständig verschwunden.

Wie umweltfreundlich ist die Kokosnuss?

Selbst wenn Kokoswasser Fairtrade gehandelt und in Plastikflaschen gefüllt wird, ist die Umweltbilanz um einiges schlechter als bei einem Apfel, der aus Deutschland stammt. Zudem gibt es in der Karibik eine echte Krise, da die Palmen zur Neige gehen. Schwere tropische Stürme, Dürreperioden und allerlei Krankheiten, die die Bäume befallen, sind schuld daran, dass ganze Farmen ruiniert sind. In nur 20 Jahren sind die Anbauflächen für Kokosnüsse um 17 Prozent gesunken, dafür ist die Nachfrage immer weiter gestiegen und der Preis ist durch die Decke geschossen. Für die Kokosnussfarmer in der Karibik bedeutet es: Sie haben ein großes Problem, mit dem sie vor 20 Jahren nie gerechnet hätten. Damals hatten sie hingegen ein anderes Problem: Die Kokosnüsse sind noch an den Palmen verrottet, weil niemand mehr Lust hatte, sie zu ernten.

Fazit

Superfood Kokosnuss – die Steinfrucht trägt den Titel zurecht. Das, was sich in der Kokosnuss verbirgt, sei es nun Kokoswasser oder Kokosfruchtfleisch, ist gesund. Besonders Heilkräfte besitzt eine Kokosnuss allerdings nicht. Sie kann beim Abnehmen helfen und eine gesunde Ernährung sinnvoll ergänzen. Wer den Geschmack mag, der sollte jedoch immer daran denken, dass die Nachfrage stetig steigt. Das schadet den Kokosnusspalmen und den Menschen, die sie anpflanzen. Nur wenn die Ökobilanz stimmt, dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege.

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  • Taschenbuch: 128 Seiten

Bild: @ depositphotos.com / AY_PHOTO

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