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Kokosfleisch – Das innere der Kokosnuss

Kokosfleisch
Wenn die Kokosnuss an einer tropischen Küste aus 20 bis 25 Metern Höhe von der Palme fällt, ist sie in eine grüne glatte, fast ledrige Schale gehüllt. Diese Fasernhülle dient dem natürlichen Schutz der Kokosnuss. Bevor sie in andere Länder exportiert wird, befreit man sie noch vor Ort von ihrer „Verpackung“, denn in Europa, beispielsweise, findet man für die Fasernhülle, anders als in den Tropen, wo die Fasern zur Herstellung von Schiffstau oder ähnlichem dient, keine Verwendung. Aus diesem Grund kennen wir die Kokosnuss aus der Obst-und Gemüseabteilung des Supermarkts nur in ihrer braunen, harten Schale. Darin enthalten sind das ausgeprägte Kokosfleisch und ein kleiner Rest an Kokosnusswasser. Beim Kauf sollte der „Schütteltest“ gemacht werden. Nur die Kokosnuss, die noch kräftig „blubbert“ ist frisch. Eine Nuss ohne Wasser ist meistens schon verdorben und ihr Fleisch ausgetrocknet.

Junges Kokosfleisch

Das Verhältnis von Kokosnussfleisch und Kokosnusswasser verändert sich mit der Zeit. Die junge Frucht, wie sie von der Palme fällt, zeichnet sich durch einen großen Hohlraum mit viel Fruchtwasser und nur ganz wenig Fruchtfleisch aus. Während wir in Europa nur das gesunde Kokoswasser der jungen Nuss kennen, wird sie in ihren Herkunftsländern im frühen Stadium der Reife vor allem für ihr weiches, geleeartiges Fruchtfleisch geschätzt. Im Gegensatz zum reifen Fleisch ist das junge Fleisch nur wenige Millimeter dünn. Das so genannte „Coco Jelly“ besitzt eine weiche Konsistenz, sodass es problemlos ausgelöffelt werden kann.

Im traditionellen Thailand soll genau dieses junge Fleisch sogar die erste feste Nahrung für Babys buddhistischer Priester sein. Dies scheint aber vorrangig daran zu liegen, dass der Kokosnuss dort magische Kräfte nachgesagt werden.

Ansonsten ist es in den besagten Ländern in Eiscreme und anderen Desserts zu finden. Coco Jelly schmeckt süß, nur ganz leicht nach Kokos und enthält erheblich weniger Kalorien als reifes Kokosfleisch. Es beinhaltet zudem weniger Fett. Ebenfalls sehr überzeugend ist die Menge der enthaltenen Mineralstoffe, allen voran Calcium, Phosphor und eine besonders viel Kalium. Bei den Angaben handelt es sich jedoch nur um ungefähre Werte, denn jede Kokosnuss ist von Sorte zu Sorte und abhängig vom Herkunftsland verschieden.

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Reifes Kokosfleisch

Herangereiftes Kokosfleisch kann man, im Gegensatz zum jungen Kokosfleisch, nicht mehr einfach so aus der Nuss herauslöffeln, denn es ist im Laufe der Zeit zu einer harten und dicken Schicht herangreift. In diesem Stadium ist es zunächst wichtig, die holzige, braune Schale mit einem Hammer zu knacken. Das wenige Kokoswasser geht dabei in den meisten Fällen verloren. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn es schmeckt jetzt ohnehin nicht mehr wie das erfrischende, mandelartige Wasser der jungen Kokosnuss. Danach ist es möglich, das Fleisch einzuschneiden und mit einem Besteckmesser herauszubrechen. Alternativ kann es mit einem gezackten Löffel herausgekratzt werden. Bei diesem Procedere entstehen aber keine ganzen Stücke, sondern Kokosraspeln.

Wie gesund ist Kokosfleisch eigentlich für den Körper?

Kokosfleisch besteht zu einem Drittel aus Fett. Zugegeben: diese Angabe klingt zunächst wenig gesund. Zu bedenken ist aber, dass die Kokosnuss den Völkern der Südsee seit Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel dient. Auffällig ist dabei: die Menschen dort erkranken verhältnismäßig wenig an Diabetes und erleiden auch viel weniger Herzinfarkte oder Schlaganfälle.

Möglicherweise sind hieran die positiven Eigenschaften der Kokosnuss schuld, denn das Fett der Kokosnuss besteht zu 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Bisher wurde häufig davon ausgegangen, dass genau sie der Grund für hohe Cholesterinwerte seien und bei einem hohen Konsum zum Herzinfarkt führten.

Einige Studien konnten diese Vermutungen bereits widerlegen. Die in der Kokosnuss enthaltenen Fettsäuren, allen voran Laurinsäure, Caprinsäure und Caprylsäure sind mittelkettig. Das bedeutet, dass sie wasserlöslich und damit leicht verdaulich sind. Sie gelangen auf direktem Wege über die Blutbahn in die Leber, wo sie Energie für den Organismus bereitstellen. Einige Fettsäure besitzen sogar wahre „Superkräfte“ und sind antimikrobiell, antiviral und antimykotisch. Laurinsäure bekämpft beispielsweise Viren und Bakterien, denn sie wandelt sich im menschlichen Körper in Monolaurin um, welches die Zellwände von Krankheitserregern durchdringt und die Keime inaktiv macht.

Caprinsäure reduziert die Aktivität von Pilzen. Kokosfleisch steckt außerdem voller für den Körper lebensnotwendiger Mineralstoffe, allen voran Magnesium, Kalium, Phosphor und Calcium. Außerdem enthält es die Spurenelemente Jod, Eisen, Mangan, Kupfer und Zink und ist reich an vielen B Vitaminen (B1-B4, B6), Vitamin C und E.

Der Kalorienwert der Kokosnuss ist dennoch zweifelsohne nicht zu verachten. Pro 100 Gramm wartet sie mit circa 360 Kilokalorien auf. Ihr Fleisch sollte also trotz der zahlreichen positiven Eigenschaften für den menschlichen Organismus immer in Maßen gegessen werden.

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In welchen Produkten wird Kokosnussfleisch verwendet?

Auf dem Jahrmarkt wird Kokosfleisch meist am Stück angeboten. So es als gesunder Snack pur verzehrt werden. Die Produkte, die sich aus dem Kokosfleisch herstellen lassen, sind jedoch auch durchaus interessant… und lecker.

Chips

Wird Kokosfleisch dünn geschnitten oder mit einem Gemüsehobel in Streifen gehobelt, entstehen Chips. Diese eignen sich beispielsweise frisch sehr gut als Müslibeilage. Gedörrt stellen sie auch einen tollen Snack dar und sind durch den Feuchtigkeitsentzug sogar einige Wochen lang haltbar.

Tipp: So dörren Sie Kokoschips im Backofen:

Kokosfleisch in dünne Kokosstreifen hobeln und auf einem Backblech mit Backpapier auslegen. Bei 160 °C Umluft ca. 15-20 Minuten trocknen.

Raspel

In vielen Süßigkeiten kommt Kokosfleisch in geraspelter Form vor. Hierfür zerkleinern Sie einfach das Kokosfleisch mit einer Reibe. Kokosraspeln finden in Desserts, in Saucen asiatischer Gerichte oder beim Keksebacken Verwendung.

So backen Sie Kokosmakronen mit frischen Kokosraspeln:

Zutaten:

  • 250 g Kokosraspeln
  • 250 g Zucker
  • 4 Eiweiß
  • Oblaten
  • Schokoglasur

Die vier Eiweiße steif schlagen. Kokosraspel und Zucker mischen, vorsichtig unter den Eischnee heben. Oblaten auf ein Backblech auslegen und mit zwei Teelöffeln Häufchen auf die Oblaten setzen. Bei 165°C ca. 20 min. backen. Abkühlen lassen und anschließend mit Schokolade überziehen.

Mehl

Neben Kokosöl und Kokosmilch ist auch Kokosmehl ein Produkt des Kokosfleischs. Strenggenommen handelt es sich hierbei um ein Abfallprodukt, das beim Pressvorgang des Fleisches entsteht. Der Presskuchen wird getrocknet und gemahlen. Kokosmehl ist reich an Ballaststoffen und von Natur aus gluten- und cholersterinfrei.

So backen Sie ein Brot mit Kokosmehl:

Zutaten:

  • 80 g Bio Kokosmehl
  • 110 g Butter
  • 6 Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Honig
  • 250 g Quark
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Zucker

Alle Zutaten vermengen und in eine Kastenform geben. Bei 180°C 40 Minuten backen.

Video: Brot mit frischem Kokosfleisch

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https://www.youtube.com/watch?v=L9-xrOnUYWw
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Bild: @ depositphotos.com / belchonock

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